Buchstube Heinrich Bone


Katholische öffentliche Bücherei

Der ehemalige Gasthof Bone wurde 1993 bis 1995 durch den Heimatverein für das Drolshagener Land e.V. zum heutigen, unter Denkmalschutz stehenden "Heimathaus" umgebaut. Das Heimathaus beherbergt seit 1995 die kath. öffentliche Bücherei "Buchstube Heinrich Bone".

Hier findet sich ein umfangreicher Medienbestand (ca. 3.500 Medien) in den Bereichen

Zusatzangebote

Lesungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, thematische Ausstellungen, allgemeine Buchausstellungen, Fernleihe, Medienpakete für Unterricht und Veranstaltungen.

Öffnungszeiten der Bücherei:

Mittwochs und Freitags jeweils von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Wer war Heinrich Bone?

Heinrich Bone wurde am 25. September 1813 in Drolshagen geboren. Seine Gymnasialstudien machte er in Attendorn, Arnsberg, Recklinghausen, seine Universitätsstudien in Bonn und seine Kandidatenjahre in Düsseldorf. 1839 wurde er als Lehrer an das kath. Gymnasium (Marzellen) zu Köln berufen. 1842 wurde er Oberlehrer an der rheinischen Ritterakademie zu Betburg und Direktor des Gymnasiums zu Recklinghausen. Seine berufliche Karriere setzte er 1859 als Direktor des Gymnasiums zu Mainz fort. Nach seiner Pensionierung im Jahr 1873 zog er sich nach Wiesbaden zurück. Die letzten Lebensjahre verbrachte er wieder in Mainz.

Neben seiner amtlichen Tätigkeit übte er besonders die schriftstellerische in treu christlichem Sinne aus. Vermählt war er seit 1840 mit Christina Schmitz aus Köln.

Heinrich Bone starb am 10. Juni 1893 zu Hattenheim im Rheingau. Das Geburtshaus von Heinrich Bone steht in der Annostrasse in Drolshagen. Es wird seit 1995 vom Heimatverein für das Drolshagener Land e.V. als Heimathaus genutzt.

Heinrich Bone zählte zu seiner Zeit zu den bekannten Deutschen. Zu seinen Freunden gehörten die Bischöfe von Köln, Bischof Ketteler aus Mainz, der Maler Oberweck und die Musiker Mendelssohn und Bruch. Der Drolshagener verfasste nicht nur zahlreiche Kirchenlieder, die auch heute noch im Gotteslob zu finden sind, sondern er schrieb auch das Deutsche Lesebuch, durch dass sich nicht nur Schüler deutscher Gymnasien arbeiten mussten, sondern auch Schüler in Belgien, Luxemburg und Österreich.

Nachruf 1893:

"Unter den Männern, deren Andenken über die gegenwärtige Generation hinaus erhalten werden sollte, verdient gewiss Heinrich Bone hervorgehoben zu werden. Er war kein Militär, der Schlachten und Provinzen gewann, er war kein Staatsmann, der sein Siegel auf die wichtigsten Akte der Regierung seines Vaterlandes drückte, er war kein Parlamentarier, dessen gewaltiger Redestrom durch alle Zeitungsredaktionen floss, nein, er war ein recht bescheidener Mann, von welchem man in seinem Leben viel weniger in der Öffentlichkeit sprach, und stand er auch im öffentlichen Leben drin, so doch nie in vorderster Reihe."